Panasonic Lumix DMC-LX3
2002 habe ich mir die Fuji S602 Zoom Digitalkamera gekauft. Mein Kriterium war hauptsächlich die Geschwindigkeit für Sportfotos. Vorallem Fotos für meine Mountainbike Downhill Webseite. Ich bin zwar ein Laie, was Fotografieren betrifft, aber ein paar nette Bilder sind mit dieser Kamera schon zusammengekommen. Aber die S602 ist mittlerweilen sieben Jahre alt und vorallem zu groß, um sie ständig dabei zu haben.
Daher liebäugelte ich mit der Anschaffung einer neuen Kamera. Einer Kompaktkamera, damit ich sie beim Skifahren oder Mountainbiken dabeihaben kann. Ich wollte vorallem eine Kamera, die schnell ist und einige Serienbilder schafft. Wenn man die Kamera immer dabei hat, und Serienbilder von Sport-Action macht, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass das eine odere andere gute Bild zustandekommt. Ich dachte, dass mittlerweilen auch die Kompakten schnelle Serienbildaufnahmen schaffen. Bei den anfänglichen Recherchen stellte sich allerdings heraus, dass sich die neuen Kameras vorallem in eine Richtigung entwickelt haben: Mehr Megapixel. Der typische Kunde einer Kompaktkamera kann mit den meisten technischen Daten einer Kamera weniger anfangen. Mehr Megapixel klingt dagegen automatisch besser. Allerdings hörte man zuletzt immer öfters, warum mehr Megapixel nicht alles ist. Im Gegenteil – sie können sogar kontraproduktiv ist. Die Seite 6mpixel.org bietet dazu sehr informative Artikel. Schön zu sehen ist hier der Unterschied der Sensorgröße von digitalen Spiegelreflex-Kameras und den Kompakt-Kameras. Aber nicht nur die Qualität der Bilder wird nicht besser, oder sogar schlechter. Die vielen Megapixel müssen auch verarbeitet werden. Das wirkt sich natürlich negativ auf die Geschwindigkeit aus. Mittlerweilen hat sich das aber doch herumgesprochen und so reagieren auch die Kamerahersteller darauf.
Bei einer Digitalkamera-Diskussion auf meinem Forum wurde ich auf die Panasonic Lumix DMC-LX3 aufmerksam gemacht. Ich habe mir dann einige Testberichte durchgelesen. Für eine Kompakte hat sie hervorragende Werte. Der Chip ist mit 1/1,63″ etwas größer als bei den übrigen Kompakten und mit 10 Megapixel wurde dem Megapixelwahn nicht ganz gefolgt. Dafür bietet sie interessante Serienbild-Möglichkeiten. Auch bei der Lichtstärke hat sie hervorragende Werte. Allerdings ist die Kamera auf Weitwinkel spezialisiert. Sie hat ein 24-60mm Objektiv. Damit ist der Zoom auf maximal 2,5 beschränkt.
Der eingeschränkte Zoom ist sicher ein Problem bei Sportfotografie. Umgekehrt hilft die Lichtstärke (hoffentlich) auch gute Fotos in weniger gut beleuchteten Situationen – etwa im Wald – zu machen. Und bei 10 Megapixel sollte es auch möglich sein, zumindest für’s Web das gewünschte Motiv genügend groß und in ausreichender Qualität auszuschneiden.
Nach Abwägung dern Vor- und Nachteile habe ich mir die Lumix DMC-LX3 bei amazon.de gekauft. Bis jetzt ist mein Eindruck positiv. Zwei Dinge sind mir anfangs negativ aufgefallen. Mir war zwar bewusst, dass das Objektiv nicht komplett eingefahren werden kann. Allerdings ist die Tiefe (Dicke) mit 27 mm angegeben. Tatsächlich ist aber nur das Gehäuse 27 mm dick. Das eingefahrene Objektiv nochmals ca. 20 mm. Insgesamt also ca. 50 mm. Die Kamera ist aber trotzdem noch “taschentauglich”. Zweitens ist es nicht möglich, die Bilder auf der Speicherkarte zu löschen, wenn die Kamera über das USB-Kabel angeschlossen wurde. Auch das Flash-Image für das Firmware-Update kann nur mit einem Card-Reader aufgespielt werden.
Die Kamera hat grob drei Serienbild-Optionen. Eine normale Serienbild-Funktion, eine unbegrenzte und den High-Speed-Serienbild-Modus. Beim High-Speed-Serienbild-Modus schafft die Kamera bis zu 100 Bilder mit ca. 5,6 Bilder pro Sekunde und einer Auflösung von 3,3 Megapixel. Die Geschwindigkeit bei den anderen beiden Serienbild-Optionen hängt von der Speicherart und -qualität ab (JPEG Normal oder Fein, Raw). Ich hab die Serienbild-Geschwindigkeit durch Fotografieren einer Stoppuhr gemessen. Die Hersteller-Angaben stimmen ziemlich genau:
10 Megapixel bei hoher JPG Qualität: 2,5 B/s (max. 4 Bilder) oder 1,5 B/s (beliebig)
10 Megapixel bei normaler JPG Qualität: 2,6 B/s (max. 8 Bilder) oder 1,9 B/s (beliebig)
Eine Verringerung der Auflösung führt nicht zu mehr Bildern.
Im High-Speed-Modus habe ich in 14 Sekunden 79 Bilder geschossen. Also 5,6 Bilder pro Sekunde.
Der erste Test mit der Kamera war ein Skitag in Obertauern bei herrlichem Sonnenschein und mindestens 30 cm Pulverschnee. Für Panorama-Aufnahmen eignet sich das 16:9-Format ausgezeichnet. In der verlinkten Galerie kann man übrigens rechts oben auf eine größere Auflösung wechseln.
Diese Serie wurde mit dem normalen “continous” Serienbild-Modus gemacht, in dem bis zur Speichergrenze 10 Megapixel-Fotos geschossen werden können:
Ich hab die Aufnahmen mit dem Automatik-Modus gemacht. Bei vielen Aufnahmen lag der Schnee im Schatten, sodass der Weißabgleich ziemlich problematisch war. Die Bilder waren zu dunkel und hatten einen Blaustich. Ich habe sie daher aufgehellt und teilweise auch etwas Blau und Cyan herausgenommen. Das Aufhellen habe ich nach der Anleitung zum Aufhellen von Rainer Woyde gemacht (”Negativ Multiplizieren” ist im englischen Photoshop “Screen”). Man kann den Schritt auch wiederholen.
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